Bezahlte Textanzeigen in Suchmaschinen haben sich in den letzten Jahren als erfolgreiches Instrument der Internetwerbung durchgesetzt. Ein verlockender Vorteil für den Werbetreibenden ist die Form der Abrechnung: Bei Google und Yahoo!Search muss nur dann bezahlt werden, wenn die Textanzeige tatsächlich angeklickt wird. Die Werbung wird also genau dort platziert, wo sie auf aktiv bekundetes Interesse am Angebot stößt und muss auch nur dann bezahlt werden.
Der Intermediavergleich zeigt deutlich, dass die Effizienz bei der Generierung von Kunden sehr hoch ist.

Seit einiger Zeit leidet das Vertrauen in Suchmaschinenwerbung, weil sie mit dem Schlagwort „Klickbetrug“ in Zusammenhang gebracht wird. Studien (welche??) wollen festgestellt haben, dass ein Drittel aller Klicks ungültig oder gefälscht sind. Es tauchten sogar Gerüchte über gigantische Klickfarmen auf, die von Indien aus ihr Unwesen treiben. Letzten Sommer wurde das Thema medial der breiten Öffentlichkeit zu Bewusstsein gebracht, als Google die Summe von 90 Millionen US-Dollar als Entschädigungszahlung an Opfer von Klickbetrügerein ausschüttete.

Wer sind die Klickbetrüger?
Als Verdächtige kommen zwei Gruppen in Frage: zum einen sind es Website-Betreiber, die Google-Anzeigen auf der eigenen Website anklicken, um so ihr Einkommen zu erhöhen. Zum anderen klicken skrupellose Geschäftsleute auf die Anzeigen ihrer Mitbewerber, um diese gleich doppelt zu schädigen: sie müssen für wertlose Klicks bezahlen und ihre Anzeige verschwindet nach Aufbrauchen des Tagesbudgets von der Suchmaschine, die der Konkurrenz bleibt am Bildschirm!

Wie groß ist Klickbetrug tatsächlich?
Nach unserer Erfahrung findet Klickbetrug fast immer im kleinen Maßstab statt: Es sind die Kampagnen von Freiberuflern und Mittelständlern, die sich mit falschen Klicks manipulieren lassen. Das bedeutet aber nicht, dass das Problem unbedeutend ist; die vielen kleinen Werbetreibenden spielen eine große Rolle in Googles Geschäftsmodell.

Nach unseren Erfahrungen findet Klickbetrug hauptsächlich auf kleinerer Ebene statt. Es sind die Kampagnen von Freiberuflern und Mittelständlern, die sich mit falschen Klicks manipulieren lassen. Das mindert nicht die Problematik. Denn sie sind es, die die Hauptrolle im googelschen Geschäftsmodell spielen.
Größere Kampagnen sind dagegen in der Regel kaum vom Klickbetrug betroffen, da diese sich gut mit Trackingsoftware überwachen lassen. Jede signifikante Abweichung von Standardwerten fällt sofort auf. (Das spricht auch gegen die erwähnten indischen Klickfarmen.) Tatsache ist, dass schon wenige Duzend Klicks aus Indien auf ein Werbemittel in Österreich bei unserer Trackingsoftware registriert werden.
Die Größenordnung ungültiger Klicks liegt nach unseren Messungen unter fünf Prozent – ein Wert, mit dem man bei einer Werbeform mit so hoher Effizienz gut leben kann! (…wie wir finden!)

Richard Maul war Leiter Online Marketing bei PXP und lebt jetzt in Mountain View, USA.