Aus technischer Sicht beschreibt Enterprise Social Software oder Enterprise Web 2.0 die Erweiterung des klassischen Firmenintranets um Teamkollaboration, Wikis, Blogs, Social Bookmarking, Tagging, RSS Feeds und Folksonomies.

Enterprise 2.0 bezeichnet meist darüber hinausgehend die sozialen und firmenkulturbezogenen Änderungen, die durch die Abkehr von zentralisierten, hierarchischen und Top Down gesteuerten Intranets bedingt sind. (Für weitere Details und nähere Zusammenhänge siehe z.B. Enterprise Social Software(Wikipedia))

Enterprise Social Software baut vorwiegend auf flexiblen ad-hoc Prozessen auf und dient dem Aufbau von schnell wachsenden Wissensdatenbanken, bildet interne und externe Communities ab und ermöglicht eine transparente Kommunikation.

Nachdem jahrelang kleine Softwarehersteller mit spezialisierten Tools die Lücke für Enterprise Social Software füllten, bieten nun auch die Großen der Branche Produkte in ihrem Portfolio, die weite Teile der Anforderungen abdecken sollen. Oracle, Microsoft mit Sharepoint und Office Communication Server, Vignette mit V7 Portal samt Community Services und Collaboration, um nur Einige zu nennen.

Den Vorsprung, den sich Firmen wie Atlassian, BlueKiwi, Jive Software und Andere der frühen Enterprise 2.0 Phase bezüglich Benutzerfreundlichkeit, Qualität und Anzahl der Features aufgebaut haben, konnten die großen Softwarehersteller bis jetzt nicht aufholen. Wer schon einmal das Sharepoint Wiki oder das Vignette Collaboration Wiki im Vergleich zu dem hervorragenden Atlassian Confluence Enterprise Wiki verwendet hat, weiß was gemeint ist.

Microsoft geht mit Sharepoint einen sehr interessanten Weg: Als Portal, Enterprise Search, Collaboration und Dokumentenmanagement bietet Sharepoint ein gutes Fundament für Intranetanwendungen. Allerdings bieten die integrierten Funktionen wie Wikis, Blogs, Foren und Abbildung des Social Graph in der Praxis wenig wirklich Brauchbares. Microsoft hat dies scheinbar erkannt und geht Partnerschaften mit z.B. Atlassian, NewsGator und BlueKiwi ein und erweitert damit Sharepoint in diesem wichtigen Feld um ernstzunehmende Features. Andere Firmen ziehen nach und kündigen ihrerseits Sharepoint Integrationslösungen für ihr Produkt an (zb Jive Software für Clearspace 2.0). Weiters setzt Microsoft bei Social Software Erweiterungen auf Open Source, die Enhanced Blog Edition des Projektes Community Kit for SharePoint ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation mit der Open Source Welt.

Bei PXP konnten wir erste Erfahrungen mit der Beta-Version des Sharepoint Connectors für Atlassian Confluence machen. Der Connector bietet u.A. eine bidirektionale Integration zwischen Sharepoint und Confluence, Single Sign On und eine plattformübergreifende Suche und erweitert somit Sharepoint um Confluence Features wie Wikis, Blogs, Userbeteiligungsfunktionen und freie und kommerzielle Plugins.

Da Atlassian Confluence bei PXP seit 2 Jahren als Wissens- und Kommunikationsplattform im Einsatz ist, ist die zukünftige lose Integration der beiden Systeme ein erklärtes Ziel. Sharepoint kann hierbei seine Stärken bezüglich Dokumentenmanagement, Abbildung der strukturierten Prozesse mittels Workflows und Office Integration ausspielen. Confluence kommt überall dort zum Einsatz, wo sich Strukturen und Prozesse schnell, weitreichend und einfach ändern lassen müssen.

Wir werden über den Fortschritt des Projektes und Best Practices weiter berichten.

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