
Wie viele Interessierte bereits wissen, befindet sich die Entwicklung der neuen Sharepoint Plattform bereits im Endstadium. Der Name wurde abermals geändert, von “Microsoft Office Sharepoint Server” in ein simples “Sharepoint”, da in der Vergangenheit viele User, Office Sharepoint Server mit dem Office Client am PC in Verbindung gebracht haben und Microsoft den Namen “Office”, nur mehr in Verbindung mit dem Office Client verwenden will.
PXP hat sich in den letzten 3 Jahren intensiv mit MOSS 2007 auseinandergesetzt und zahlreiche anspruchsvolle Kundenprojekte mit Sharepoint realisiert. Die so entstandenen Intranet und Internet-Lösungen werden zudem ständig weiterentwickelt und um zusätzliche Features und Funktion erweitert. Angefangen bei aufwendigen Adaptierungen von Design und Custom Webparts, bis hin zu eigenständigen Applikationen auf Basis des Moss 2007, die Palette ist groß und dem kreativen Geist sind im Sharepoint nahezu keine Grenzen gesetzt, da die Plattform eine gute Ausgangsbasis für sehr viele Kundenanforderungen liefert.
Und Sharepoint ist nach wie vor natürlich ein interessantes Thema, dem sich Kunden, Berater und Developer gerne widmen, da Sie in den Möglichkeiten dieser Plattform einen Mehrwert sehen, den Sie bei sehr vielen anderen vermissen. Auch wir sehen den Sharepoint weiterhin als das zentrale Collaboration & Content Management (Web & Document) Werkzeug in einer Microsoft Infrastruktur und sehen natürlich auch in der nächsten Version (SharePoint 2010) ein enormes Potenial, zum eine weil die bestehende Plattform nochmals um einiges verbessert wurde und zum anderen, weil eine Vielzahl von neuen Funktionen dazukommt, die noch mehr Kundenanforderungen abdecken und den Usern selbst die alltägliche Arbeit immer mehr erleichtern kann.
Welche Neuerungen und Voraussetzungen erwarten uns nun im Detail?
Hardware Requirements:
- Sharepoint 2010 wird nur mehr als 64-bit Version angeboten und erfordert Windows Server 2008 als Basis Betriebssystem
- SQL Server 2005/2008 64-bit. SQL Server 2000 and SQL Server 2005 32-bit werden nicht mehr unterstützt
Features:
- Überarbeitetes User Interface mit Ribbons, um die Bedienung vor allem für Office-Benutzer vertrauter zu machen und auch die Microsoft Online Produkte mit einer standardisierten Oberfläche zu versehen.
- Erhöhte Browser Kompatibilität (XHTML 1.0 compliant Browser) – Internet Explorer 7+, Firefox 3.x werden unterstützt jedoch nur auf Windows Betriebssystemen; für andere Betriebssysteme wird an einer Optimierung für Firefox und Safari gearbeitet. Internet Explorer 6 wird nicht mehr unterstützt werden, da auch der Support für diese Version im Juli 2009 ausläuft.
- Vermehrter Einsatz von Silverlight Controls und Ajax (z. B direktes Editieren von Listen Elementen in einem View mittels Ajax)
- Integration von Microsoft Performance Point Server in Sharepoint 2010
- Bidirektional Austausch von Informationen über den BDC (Business Data Catalog): Es wird dann auch möglich sein, Daten wieder in externe Systeme zurückzuschreiben
- Erweiterte Social Networking Funktionalitäten, vielleicht auch ein eigenes Knowledge Managment Modul (nicht bestätigt)
- Workflow Management: Wiederverwendung von Workflows, die in Sharepoint Designer erstellt wurden, wird nun möglich sein
- Performance-Verbesserung bei großen Datenmengen: Listen können zukünftig direkt auf Datenbank Tabellen verlinkt werden um eine bessere Performance und Skalierung bei großen Listen zu erreichen.
- CMIS Unterstützung für Sharepoint: Mit dieser Funktionalität kann Sharepoint mit anderen CMS Systemen besser interagieren. Content kann dann über mehrere Systeme hinweg genutzt und ausgetauscht werden.
- Enterprise Suche:
- Faceted Search soll als Standardfunktion in die neue Version integiert werden
- FAST Search for SharePoint – eine neue FAST Version, die kostengünstiger sein wird als die jetzige Versionen von FAST
- Microsoft hat den Bedarf an einer SharePoint integrierten Enterprise Search auch für große Dokumentenmengen erkannt und wird je nach Anforderung nun 2 Varianten anbieten:
- Die SharePoint Search unterstützt eine Datenmenge bis zu 50 Millionen Dokumente
- Bei größeren Dokumentenmengen kommt der Fast ESP for SharePoint zum Einsatz, der SharePoint Search Server wird in dieser Konstellation nicht mehr vom Hersteller unterstützt
- Offline Integration: Microsoft Groove wird zu SharePoint Workspace 2010 und zusammen mit OneNote in der Microsoft Office Professional Plus 2010 Version verfügbar sein. Hier werden umfangreiche Offline-Funktionalitäten von Sharepoint zur Verfügung stehen.
- Umfangreiche Integration von Visual Studio 2010: Development, Deployment, Debugging, Feature Packaging, Solution Erstellung und ein visueller Webpart Designer werden von der neuen Version von Visual Studio unterstützt; darüber hinaus wird es auch einen Server Explorer geben, mit dem man direkt Elemente wie z.B Listen am Server bearbeiten kann.
Mit dem aktuellen Service Pack 2 für Sharepoint 2007 stellt Microsoft ein Tool zur Verfügung, mit dem man seine aktuelle Sharepoint Plattform auf mögliche Kompatibilitäts-Probleme mit Sharepoint 2010 überprüfen kann (stsadm command option „preupgradecheck“). Des weiteren werden Tipps zur Bereinigung von bereits jetzt bekannten Problemen gegeben.
Das Technical Preview Release von SharePoint 2010 wird im 3 Quartal 2009 erfolgen, zeitgleich mit Microsoft Office 2010. Das Technical Preview Release wird in einer ersten Phase “closed” (also auf Einladung von Microsoft) sein und in einer weiteren Phase in eine Public Beta übergehen. Die endgültige Version soll dann im ersten Halbjahr 2010 zur Verfügung stehen.
Im Oktober findet in Las Vegas die Sharepoint Conference 2009 statt, wo es schon einen tiefen Einblick in Sharepoint 2010 geben wird. PXP wird natürlich Vorort sein und die neuesten Entwicklungen verfolgen, um so seinen Kunden und Interessenten bei eventuellen Upgrade-Szenarien und Implementierungen der neuen Plattform beratend und unterstützend zur Seite stehen zu können.
Einige Features, wie z.B das direkte Editieren von Listen Elementen in einem View mittels Ajax, aber auch der bidirektionale Austausch von Informationen mittels BDC sind von sehr hoher Bedeutung, da Sie eine enorme Arbeitserleichterung bieten werden (kein umständliches Öffnen und Editieren von Listen Elementen mehr; im Falle des BDC erspart man dem User sogar die Bedienung mehrer Applikationen, alle Daten werden im Sharepoint eingegeben und können bequem in andere Systeme, wie SAP wieder zurückgeschrieben werden). Es bleibt also weiterhin spannend und wir für Sie daher weiter am Ball. Auch in Zukunft werden Sie daher hier weitere detailliertere Informationen zur neuen SharePoint Version finden. Wir werden die Informationen hier regelmäßig aktualisieren, so dass auch sie bis zum Release der neuen Version alle wichtigen Fakten und Features kennen!


